Titel

Umweltfreundliche Schädlingsbekämpfung

Früher oder später hat jeder Hobbygärtner einmal mit Schädlingen zu kämpfen. Von Nacktschnecken über Blattläuse bis hin zum Buchsbaumzünsler – es gibt viele Tierchen, die Ihnen und Ihren Pflanzen das Leben schwer machen können. Unsere Gartenschau-Gärtner haben im Folgenden einige Tipps für Sie zusammengestellt, mit deren Hilfe Sie die ungebetenen Gäste schonend und umweltfreundlich wieder loswerden können.

 
 

Nacktschnecken

Wenn Sie ein Schneckenproblem in Ihrem Gemüsebeet haben, sollten Sie dieses mit einem so genannten Schneckenzaun einzäunen. Diese Zäune sind in verschiedenen Materialien erhältlich. Am langlebigsten ist verzinktes Stahlblech, aber es gibt auch preiswerte Kunststoffalternativen. Diese müssen allerdings meist nach nur einer Saison erneuert werden.

Nachdem Sie sich für einen Schneckenzaun entschieden haben, stechen Sie mit einem Spaten ca. 10 cm tief die Fläche ab, die Sie einzäunen möchten. Anschließend können Sie den Zaun dort einsetzen. Achten Sie dabei darauf, dass er 10-15 cm hoch aus der Erde herausragt und dass es keine Schlupflöcher gibt. Zudem sollte der Abstand zu den Pflanzen, die Sie schützen möchte, groß genug sein. Sonst können heraushängende Blätter schnell zur Schneckenbrücke werden.

Schnecke
 
 
 

Blattläuse

Blattläuse

Sind nur einzelne Pflanzen betroffen, können Sie versuchen, die Blattläuse mit einem scharfen Wasserstrahl zu entfernen oder einzelne befallene Triebe abzuschneiden und zu entsorgen. Ist der Befall größer, hat sich die so genannte Brennnessel-Jauche bewährt. Dafür benötigen Sie ein Kilogramm frische Brennnesseln auf zehn Liter Wasser. Schneiden Sie die Brennnesseln zunächst mit einer Schere klein und füllen Sie sie in einen großen Eimer. Anschließend geben Sie das Wasser hinzu und rühren die Mischung gut um, bis alle Pflanzenteile mit Wasser bedeckt sind.

Die Jauche muss nun circa zwei Wochen ziehen. Währenddessen sollten Sie sie nur teilweise abdecken, damit die entstehenden Gase entweichen können. Zudem empfiehlt es sich, das Gemisch einmal täglich umzurühren.
Anschließend sieben Sie die Jauche einmal gut durch und mischen sie im Verhältnis 1:10 mit Wasser. Mithilfe eines Sprühgerätes können Sie die Brennnessel-Jauche nun auf die befallenen Pflanzen sprühen. Positiver Nebeneffekt: die Jauche beseitigt nicht nur die Blattläuse, sondern wirkt auch als natürlicher Dünger.
Achtung: Diese Art der Schädlingsbekämpfung eignet sich nur für Pflanzen, die Sie später nicht essen möchten!

 
 
 

Spinnmilben

Bei Spinnmilben kommt es auf den Grad des Befalls an. Ist die Pflanze nur leicht befallen, können Sie die Milben durch regelmäßiges Abspritzen mit einem kräftigen Wasserstrahl entfernen. Ist der Befall stärker, sollten Sie die betroffenen Triebe von schnittverträglichen Pflanzen entfernen und entsorgen. Eine weitere Möglichkeit ist die Behandlung mit einem Wasser-Ölgemisch. Verrühren Sie dafür einen Liter Wasser mit 250 Milliliter Rapsöl und sprühen Sie die befallenen Pflanzen zwei Mal wöchentlich damit ein.

 
 
 

Raupen

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, Schmetterlingsraupen auf umweltschonende Art und Weise zu bekämpfen. Wer vorbeugend tätig werden möchte, kann gefährdete Pflanzen und Bäume mit Schutznetzen ausstatten, sodass die Falter erst gar nicht ihre Eier dort ablegen können. Wenn es dafür schon zu spät ist, empfiehlt es sich bei einem leichten Raupenbefall, die Tiere abzusammeln und beispielsweise in einem Wald wieder frei zu lassen. Ist der Befall stärker, macht es Sinn, die Pflanze bzw. den Baum zunächst mit einem starken Wasserstrahl abzuspritzen und die Raupen anschließend vom Boden aufzusammeln bevor sie zurückkriechen können.

Alternativ können Sie auch gegen Raupen die so genannte Brennessel-Jauche einsetzen (siehe oben).
Darüber hinaus können Sie es sich zunutze machen, dass Raupen sich vor allem von Düften leiten lassen. Da Ihnen die Orientierung deutlich schwerer fällt, wenn stark riechende Gewächse wie Knoblauch und Kräuter in der Nähe sind, empfiehlt es sich grundsätzlich, Mischbeete anzulegen und gefährdete Pflanzen auf diese Art zu schützen. Auch der Geruch von Tabak ist für die meisten Raupen und Falter sehr unangenehm. Wenn Sie einige Blätter der befallenen Pflanze befeuchten und anschließend etwas Tabakasche darauf streuen, suchen sich die Tiere freiwillig ein anderes Plätzchen.

 
 
 

Buchsbaumzünsler

Der aus Asien eingeschleppte Buchsbaumzünsler vernichtet innerhalb kürzester Zeit die schönsten Buchsbaumpflanzen und -hecken. Da der Schädling im Inneren der Pflanze zu fressen beginnt, wird er meist erst dann entdeckt, wenn es schon zu spät ist. Um das zu verhindern, können Sie Ihre Buchsbaumpflanzen schon im Frühjahr mit einem Hochdruckreiniger kräftig durchsprühen. Die abgefallenen Raupen lassen sich anschließend vom Boden aufsammeln.

Ist der Buchsbaum bereits stark befallen, hilft allerdings nur noch ein kräftiger Rückschnitt. Das Schnittgut sollten Sie anschließend vollständig verbrennen oder gut verschlossen in Plastiksäcken mit dem Hausmüll entsorgen. Eine Entsorgung in der Grünen Tonne wird nicht empfohlen, da der Schädling sich sonst weiterverbreiten kann.


Raupe
 

Was fürs Auge, was fürs Herz.

Farbenfrohe Blumenbeete, eine imposante Waldkulisse, zahlreiche Spielplätze und einzigartige Veranstaltungen – die Gartenschau Bad Lippspringe ist das perfekte ganzjährige Ausflugsziel für Familien und Naturfreunde in OWL. Gönnen Sie sich eine Auszeit vom Alltag, und genießen Sie die belebende Kraft der Natur!

Draußenaufblühen
 
Die Partner der Gartenschau Bad Lippspringe

Newsletter Bad Lippspringe

Melden Sie sich jetzt für unseren Newsletter an und lassen Sie sich per E-Mail über aktuelle Meldungen und Veranstaltungs-Highlights aus
Bad Lippspringe und der Gartenschau
informieren.